Ausbildungsakademie - Die Kunst des Kriegers

Hauptquartier für Europa - Dai-Sifu Martin Hofmann

Warum Stände und Positionen in der Anwendung eine untergeordnete Rolle spielen.

Ein Stand (Herkunft mittelhochdeutsch stant, das Stehen) sowie eine Position (Herkunft aus dem lateinischen positio, Stellung oder Lage) bedeuten etwas statisches, das heißt ohne Bewegung, ein Kampf weist aber immer eine erhebliche Dynamik auf. Aus diesem Grund gibt es keine Stände und Positionen in der Anwendung, auch ein Rad hat keine Funktion wenn es sich nicht dreht.
Im Kampf kann man sich keine Unbeweglichkeit erlauben. Das ist der Grund warum in der „Kunst des Kriegers“ größter Wert auf Schrittarbeit und positionieren gelegt wird. Dynamische Prozesse, die einerseits das Gefühl für das eigene Gleichgewicht verbessern, sowie die Fähigkeit sich im Raum zu orientieren schulen.
Es ist von besonderer Wichtigkeit korrekte Schrittarbeit bis zur Perfektion zu üben, denn nur sie ermöglicht es die Energie welche durch Impulse über die Arme aufgenommen und verteilt wird, entsprechend schnell in Abwehr oder Konterbewegungen zu verarbeiten.
So ausgebildet kann man schnell zwischen den einzelnen Schritttechniken wechseln und einen harten Kontakt mit dem Angreifer vermeiden, dies ist besonders wichtig wenn ein Gegner übermächtig erscheint und nicht gleich beim ersten Treffer die Flucht ergreift, oder KO geht.
Gleiches gilt natürlich auch für die Armtechniken, hier gibt es kein Nachgeben sondern nur ein Wechseln zwischen den Techniken (wenn man aus einem Reifen die Luft raus lässt, rollt er auch nicht mehr richtig). Formstabilität in Perfektion bedeutet, beim Training legen wir größten Wert darauf den Wechselpunkt genau zu erkennen. Dies ermöglicht uns die Techniken in für den Angreifer nicht nachvollziehbarer Geschwindigkeit zu wandeln (oft wird dies fälschlicherweise mit weich verwechselt).
Der Kampf ist etwas Lebendiges und in allem Lebendigen gibt es keinen Stillstand!

Text: Dai Sifu Martin Hofmann

 

Der letzte Lehrgang für dieses Jahr in Bruchsal. Wohl verdient und anspruchsvoll geprüft, gab es noch zwei neue Graduierungen im Verband. Chris Barinski 4.TG und Hilmar Neidinger zum Wing Chun-Praktiker, Gratulation. Ich bin stolz auf euch, Dai Sifu Martin Hofmann!


The last seminar for this year in Bruchsal. Well deserved and challenged, there were two new graduations in the association. Chris Barinski 4.TG and Hilmar Neidinger Wing Chun practitioner, congratulations. I'm proud of you guys, Dai Sifu Martin Hofmann!

1. Dezember 2016

Wir begrüßen unsere Neuen Schulen aus dem Ruhrgebiet, Essen und Hattingen

mit ihren Schüler und ihrem Ausbilder Chris Riehm rechtherzlich bei der

"Kunst des Kriegers"

Unser neues Video ist online, "30 Jahre Wing chun"

Hier ein paar Eindrücke von unserem Jubiläumslehrgang.
Here are some impressions of our anniversary seminar.

San Francisco 2016 wie immer ein tolles Event

Unser Jubiläum war ein voller Erfolg!

Die Halle war voll und es gab 4 neue Sifus, Patrick Scheffer, Igor Peic, Tobias Ries und Alexander Decker sowie 7 neue 1. TGs Dennis Kleinhans, Danny Wolter, Ute Jung, Klaus Lauer, Eddy Lydorf, Andreas Gessner und Andreas Muth, jeweils von l. n. r!

Neuigkeiten

Die drei Geisteshaltungen vom Schüler zum Meister

Der Schüler erwartet:

Er will gut behandelt und vorbehaltlos unterrichtet werden. Er sucht bei auftretenden Problemen die Fehler meist beim Lehrer nicht bei sich selbst. Er ist bestrebt, nur soviel zu geben, wie er auch zurückbekommt. Der Schüler erwartet Dankbarkeit für sein Erscheinen im Training und sieht den Lehrer als Diener, den er bezahlt. Um sich seinen Respekt zu verdienen, muss der Lehrer vollkommen sein, er soll alles besser können und darf keine Fehler haben; im Training wie im Privatleben.

Der Lehrer erwartet:

Er will von seinen Schülern mit Respekt behandelt werden. Sie sollen sich seinen guten Unterricht verdienen und froh sein, dass er sich um sie bemüht. Aufgrund seines schwarzen Hemdes und seines Titels ( Si-Hing oder Si-Fu) fühlt er sich als ein besserer Mensch.Die Schüler sollen dankbar sein, dass sie für den Unterricht bezahlen dürfen. Da er kein Schüler mehr ist, möchte er von seinem Meister nicht mehr kritisiert werden, weil sein Ego das nicht mehr verkraftet.

Der Meister hat keine Erwartungen:

Er erwartet nichts von anderen und stellt die Anforderungen an sich selbst. Die Summe seiner Erfahrungen prägen seine emotionale Intelligenz (Intuition). Er weiß, dass er die Ursache für Probleme innerhalb seiner Schule ist und übernimmt die Verantwortung für sein Handeln. Sein Ziel ist es, sich als Vorbild ständig zu verbessern und die verborgenen Fähigkeiten seiner Schüler zu fördern. Er ist das Herz seiner Schule und ein Teil jedes Schülers, er zeigt den rechten Weg, aber nimmt nicht an der Hand. Ein Meister versteht es sehr geschickt, dem Schüler bei der Bewältigung seiner Probleme zu helfen, ohne ihm dabei seine Eigenverantwortung abzunehmen. Beim Unterrichten bedient er sich seiner Ausstrahlung sowie der Philosophie um nur diejenigen Schüler bis ans Ende zu führen, die die wahre Kunst jenseits aller Geltungsbedürfnisse erlernen wollen. Er weiß, dass er von all den Tausend sportlichen und geistigen Fähigkeiten, die ein Mensch erlernen kann, nur einige wenige beherrscht und bleibt dadurch bescheiden.
In dem Bewusstsein das nicht jede Kombination zwischen Schüler und Meister passt, gibt er ein Wissen bereitwillig, man kann es aber nicht einfordern!

Text: Dai Sifu Martin Hofmann


Dienstag 31.05.2016
wann: 18.30 Uhr bis 21.30 Uhr
wo: Ausbildungsakademie Brücken.

Alle zwei Monate, Training für Escrimalehrer und angehende Ausbilder!