Ausbildungsakademie - Die Kunst des Kriegers

Hauptquartier für Europa - Dai-Sifu Martin Hofmann

Escrima – Entstehung

Die Kriegskunst Escrima hat ihren Ursprung in den traditionellen Waffenkampfkunststilen der Philippinischen Inseln. Aufgrund zahlreicher Niederlagen in den Gefechten gegen die Invasoren, entwickelten sich dort, unter dem Einfluss anderer Kulturen, diverse Kampfstile. Je nach regionalem Hintergrund, wurden hier unterschiedlich starke Betonungen auf die Waffentechniken vorgenommen.

Die Kampftechniken sind keine alleinstehenden, für jede Waffenart unterschiedlichen Techniken, sondern die Umsetzung allgemeiner dem Escrima zugrunde liegender Prinzipien, andere Begriffe dafür sind Arnis und Kali. Es ist strittig, ob die verschiedenen Bezeichnungen auch die kulturelle Unterschiedlichkeit zum Ausdruck bringen kann.

Fakt ist, dass bei vielen Stilen die Bezeichnungen Arnis oder Kali bzw. Escrima immer wieder ausgetauscht wurden.

Häufig ist der Begriff Arnis mit Stocktraining verknüpft und Escrima wird vermehrt mit Schwerttechniken (mit den für die jeweilige Region typischen Schwertern) in Verbindung gebracht. Sicherlich ist die Trennung heute nicht mehr klar zu vollziehen, jedoch gibt die Ausführung einer Technik Rückschlüsse auf die ursprüngliche Herkunft.

Schwerttechniken unterscheiden sich von Stocktechniken aufgrund der vollkommen unterschiedlichen Szenarien (Stumpfwaffen verletzen durch zertrümmern und Klingenwaffe durch schneiden oder hacken). Geübt wird im Escrima meisten mit Rattanstöcken in verschiedener Dicke, Länge und Schwere, weil diese auch unter extremsten Belastungen die wir im Training unter absoluter Kontrolle ausführen nicht brechen.

Für die Demonstration von Schwerttechniken werden auch stumpfe Klingenwaffen eingesetzt.